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Das Startup traceless materials hat eine pflanzliche Plastikalternative entwickelt. Zur erstmaligen großtechnischen Umsetzung der Technologie plant das Unternehmen in Hamburg die Errichtung einer Demonstrationsanlage. Das Projekt wird jetzt mit rund 5 Millionen Euro aus dem Umweltinnovationsprogramm des Bundesumweltministeriums (BMUV) gefördert. Bei einem Presstermin übergab die Parlamentarische Staatssekretärin Dr. Bettina Hoffmann den symbolischen Förderscheck an die beiden Gründerinnen des Unternehmens, Anne Lamp und Johanna Baare.

© traceless: Johanna Baare (COO), Dr. Bettina Hoffmann (Parlamentarische Staatssekretärin) und Anne Lamp (CEO)

traceless ist umweltfreundlich und vielseitig verwendbar

traceless materials produziert aus pflanzlichen Reststoffen der Getreideverarbeitung ein natürliches Biomaterial als Alternative zu Kunststoff. Das Material traceless ist zertifiziert vollständig biobasiert, heimkompostierbar und plastikfrei. Die zum Patent angemeldete Technologie basiert auf natürlichen Polymeren, kommt ohne potenziell schädliche Stoffe aus und hat einen minimalen ökologischen Fußabdruck: Im Vergleich zu Kunststoff werden in Produktion und Entsorgung 91% der CO2 Emissionen und 89% des fossilen Energiebedarfs eingespart. Das Material wird in Form eines Granulats hergestellt, das mit Standardtechnologien der Kunststoff- und Verpackungsindustrie weiterverarbeitet werden kann. So kann es in einer Vielzahl von Endprodukten eingesetzt werden - von Formteilen über flexible Folien bis hin zu Papierbeschichtungen oder Klebstoffen.

2020 gegründet, produziert traceless materials bereits im Pilotmaßstab. Mit dem Ziel, Kunststoffe bald in großen Mengen zu ersetzen, werden die Kapazitäten auf großtechnischen Maßstab ausgebaut. Die geplante Anlage wird zum ersten Mal demonstrieren, dass das innovative Verfahren in industriellem Maßstab umsetzbar ist. Parallel zur Technologieskalierung entwickelt das gut 30-köpfige Team mit seinen Kunden und Partnern Pilotprodukte aus dem traceless-Material.

"Um einen echten Beitrag zur Lösung der Plastikverschmutzung und der Klimakrise zu leisten, müssen wir unsere Materialien in industriellem Maßstab produzieren. Die geplante Demonstrations-Produktionsanlage ist der nächste Schritt auf diesem Weg, und die Förderung ein essenzieller Beitrag zu ihrer Finanzierung."

"Die Expertinnen und Experten des Umweltministeriums und des Umweltbundesamts haben umfassend geprüft, ob unsere Technologie tatsächlich zum Umweltschutz beiträgt. Die Förderzusage ist dafür eine tolle Bestätigung."
Johanna Baare und Anne Lamp, Gründerinnen von traceless materials

Autor

Startup City Hamburg

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