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Der Deutsche Startup Monitor, erhoben vom Bundesverband Deutsche Startups und PwC Deutschland ist mit ​fast ​2.000 Befragten die umfassendste Studie zur Startup-Landschaft in Deutschland. Die Ausgabe von 2023 beschreibt ein Innovationsökosystem unter Druck, zeigt aber auch, dass sich die Gründer:innen hierzulande den Herausforderungen stellen und neue Wege gehen. Wir fassen in diesem Beitrag die wichtigsten Ergebnisse zusammen.  

© Bundesverband Deutsche Startups

Trotz gesunkener Investments überwiegt positive Grundstimmung

Seit dem Rekord-Finanzierungsjahr 2021 wird die Kapitalbeschaffung für Startups schwieriger – angesichts des neuen Finanzierungsumfelds bewerten aktuell nur 15 % der Gründer:innen die Investitionsbereitschaft von VCs und Business Angels positiv. Zudem passen viele ihre Strategie an: Während im letzten Jahr noch 44 % der Startups in ihrer Planung eine Finanzierung durch Venture Capital bevorzugt haben, sinkt dieser Wert deutlich auf knapp über ein Drittel. Gleichzeitig rückt das Thema Liquidität wieder stärker in den Fokus und ist aktuell für rund ein Drittel eine zentrale Herausforderung, gegenüber einem Viertel im Vorjahr.

Trotz der vielfältigen Herausforderungen kann von einem Einbruch der Entwicklung des Startup-Ökosystems jedoch keine Rede sein: Die durchschnittliche Mitarbeitendenzahl in deutschen Startups bleibt stabil und liegt bei 19. Zwar mussten 15 % der Startups innerhalb des letzten Jahres Entlassungen vornehmen, im gleichen Zeitraum konnte allerdings mit 56 % die große Mehrheit weiter einstellen und im Schnitt acht neue Stellen schaffen. Auch bei den Gründer:innen lässt sich keine Frustration feststellen – neun von zehn würden erneut ein Startup gründen und davon die große Mehrheit am Standort Deutschland (83%). Nur leicht gestiegen gegenüber dem Vorjahr ist der Anteil der Gründerinnen: von 20,3 auf 20,7 %.

Hochschulen und Forschungseinrichtungen sind für viele Gründungen elementar. Mit 49 % gibt jedes zweite Startup an, in diesem Kontext schon einmal Unterstützung erhalten zu haben. Hochschulen und Forschungseinrichtungen spielen vor allem mit Blick auf die Wettbewerbsfähigkeit bei innovativen Technologien eine zentrale Rolle. Hervorzuheben ist hier besonders die Entwicklung im Bereich Künstliche Intelligenz: Der Anteil an Startups, für die KI einen großen Einfluss auf ihr Geschäftsmodell hat, ist im Vergleich zum Vorjahr von 45 % auf 52 % nochmal deutlich angewachsen.   

  • Der Anteil der Startups mit Kooperationsbeziehungen zur etablierten Wirtschaft geht weiter zurück: 2020 lag der Wert bei 72 %, heute nur noch bei 61 %. 

  • 82 % der Startups nutzen Tools wie ChatGPT – besonders im Marketing (64 %) findet generative KI häufig Einsatz. 

  • 47 % der Startups sehen sich als Teil der Green Economy und wollen einen Beitrag zum Klima- und Umweltschutz leisten. 

  • Der Hotspot Berlin ist von den aktuellen Turbulenzen und Finanzierungsengpässen stärker betroffen: Hier mussten im letzten Jahr 24 % der Startups Entlassungen vornehmen, im bundesweiten Durchschnitt sind es nur 15 %.  

  • RWTH Aachen, TU München und die WHU in Vallendar und Düsseldord sind die Top-3-Gründungshochschulen – hier haben 13 % der befragten Gründer:innen ihren Abschluss gemacht. 


Autor

Startup City Hamburg

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