Vier Jahre später mussten sich die Gründer eingestehen: Die Idee hat leider nicht funktioniert. Wie aber so oft in der Startup-Welt, bedeutete das Aus zugleich den Beginn von etwas weitaus Erfolgreicherem. Bei bootschaft.net wurde nämlich ein Gerät genutzt, das sich des Netzwerkprotokolls MQTT bediente. Die Abkürzung steht für Message Queuing Telemetry Transport und das Protokoll ermöglicht die Übertragung von Telemetriedaten in Form von Nachrichten zwischen Geräten. In unserem konkreten Fall ließ sich so feststellen, wo genau sich die Boote jeweils befanden.
Diese Technologie führt mitten hinein ins Internet der Dinge, in dem die unterschiedlichsten Geräte und Maschinen miteinander kommunizieren können. Eine Entwicklung, von der Peter Sorowka, Marius Schmeding und Pierre Manière von bootschaft.net profitieren wollten, als sie 2014 ihr „Internet of Things Enabler Kit“ auf den Markt brachten. Das erwies sich nicht gerade als Verkaufsschlager, führte aber 2015 zur Gründung ihres Startups, das endgültig den Erfolg bringen sollte: Skybus.
Einen ersten großen Auftritt hatte das Team im September 2015 beim Startups@Reeperbahn Pitch von Hamburg Startups. Dort mussten sie feststellen, dass bei ihrer Geschäftsidee und ihrem Produkt noch einiges an Erklärungsbedarf bestand; einige Jurymitglieder gaben zu, nicht alles verstanden zu haben. Immerhin gab es den Publikumspreis. Das Jahr brachte noch eine weitere Lektion, die viele Startups lernen müssen: Vorsicht bei der Wahl des Firmennamens! Ein großes Medienunternehmen witterte Verwechslungsgefahr, also benannte man sich in Cybus um. Dabei konnte es dann bleiben.