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Logo von Startup City Hamburg

Hamburg ist ein attraktiver Standort für Menschen aus aller Welt und die Startup-Szene profitiert stark von Gründer:innen mit Migrationsgeschichte. Um ihnen den Einstieg ins Unternehmertum zu erleichtern, gibt es zahlreiche Beratungsangebote, die auf ihre speziellen Bedürfnisse zugeschnitten sind. In diesem Beitrag bekommt ihr eine Übersicht über die wichtigsten Instanzen, die über allgemeine Gründungsthemen informieren.

© Franziska Glück / Sprinkenhof: das Hamburg Welcome Center
© Franziska Glück / Sprinkenhof: das Hamburg Welcome Center

Hamburg Welcome Center

Das Hamburg Welcome Center ist eine zentrale Anlaufstelle rund um Anliegen der beruflichen Integration für Menschen, die nach Hamburg zuwandern. Unter einem Dach arbeiten hier die Sozialbehörde, die Behörde für Inneres und Sport, die Agentur für Arbeit und Jobcenter team.arbeit.hamburg zusammen. Das Angebot richtet sich nicht nur an Gründer:innen, sondern an alle ausländischen Personen, die auf dem deutschen Arbeitsmarkt Fuß fassen wollen. Kostenlose Beratung und Hilfestellung gibt es unter anderem zu folgenden Themen:

  • Klärung bei Fragen zum Aufenthaltsrecht und Zugang zum Arbeitsmarkt

  • Informationen zur Arbeitnehmerfreizügigkeit

  • Erteilung von Aufenthaltstiteln für Fach- und Führungskräfte und deren Familien

  • Unterstützung bei der Visumsbeantragung

  • Informationen zu geeigneten Qualifizierungs- und Weiterbildungsmaßnahmen

  • Beratung zu Arbeitsverträgen und Arbeitsbedingungen

  • Empfehlung geeigneter Sprachkurse

  • Beratung zu Alltagsthemen wie Wohnungssuche, medizinische Versorgung und vieles mehr

Ein Flyer, der eine Übersicht über die verschiedenen Beratungsangebote gibt, ist in elf Sprachen erhältlich.

Zum Angebot des Welcome Centers gehört die von der Diakonie Hamburg geführte Zentrale Anlaufstelle Anerkennung (ZAA). Sie berät Menschen mit ausländischen Schul-, Studien- und Berufsabschlüssen und klärt Fragen rund um Anerkennung und Qualifikation in einem mehrsprachigen Team. Hier lassen sich Flyer in zehn verschiedenen Sprachen herunterladen. Besonders hilfreich in diesem Zusammenhang ist auch der Hamburger Annerkennungsnavigator (HANNA). Die kostenlose Online-Plattform erläutert Schritt für Schritt den Ablauf des Anerkennungsverfahrens für einen ausländischen Berufsabschluss. Dabei handelt es sich um ein Angebot des IQ Netzwerks.

© Daniel Sumesgutner: Handelskammer Hamburg
© Daniel Sumesgutner: Handelskammer Hamburg

Handelskammer Hamburg

Die Handelskammer Hamburg vertritt die Interessen von Unternehmen aller Branchen und Größen und hat ein dementsprechend breites Beratungsangebot. Besonders umfangreich ist der Service rund um das Thema Gründen. Erhältlich sind Informationen über die Erstellung von Businessplänen und Pitchdecks, Unternehmensformen, Gewerbeanmeldungen, Steuerregularien und andere rechtliche Themen, Finanzierungsmöglichkeiten und vieles mehr, online alles auch in englischer Sprache.  Auf der Webseite finden sich zudem ausführliche Informationen zu speziell für ausländische Unternehmer:innen relevante Themen wie Beschäftigung von ausländischen Mitarbeitenden oder Visa und Aufenthaltserlaubnisse. Teile der Beratung werden in mehreren Sprachen angeboten, darunter neben Englisch unter anderem auch Türkisch. Netzwerkveranstaltungen und Workshops runden das Programm ab.

Unternehmen, die sich im Wirtschaftsraum Hamburg ansiedeln möchten, unterstützt die Wirtschaftsförderung Hamburg Invest als One Stop Agency für Investitionen mit einem umfassenden, kostenlosen Service. Dieser beinhaltet unter anderem eine Standortberatung mit Vernetzung mit Wirtschaft, Wissenschaft und Verwaltung und einen Gewerbeimmobilien-Service. Ein Hauptanliegen ist es, internationale Unternehmen und damit auch fortgeschrittene Startups für den Standort Hamburg zu gewinnen, entsprechend umfangreich ist das Beratungsangebot, auch auf Englisch. Ein Immigration Service in enger Zusammenarbeit mit dem Hamburg Welcome Center hilft zudem bei der Beantragung von Aufenthalts- und Arbeitserlaubnissen.

© ASM
© ASM

Arbeitsgemeinschaft selbstständiger Migranten (ASM)

Besonders praxisorientiert ist das Angebot des gemeinnützigen Vereins Arbeitsgemeinschaft selbstständiger Migranten (ASM), denn er wurde 2007 von Unternehmer:innen gegründet, die selbst einen Migrationshintergrund haben. Er unterstützt Unternehmen und Existenzgründungen von Menschen mit Einwanderungsgeschichte und bietet ihnen Informationen und Beratung sowie speziell auf die Zielgruppe zugeschnittene Qualifizierungsangebote. Besondere Beachtung verdient die Initiative Migrant Female Business (MiFeB), die speziell Frauen mit Migrationshintergrund bei der Gründung unterstützt. Zum Angebot gehört hier die Vermittlung von Mikrokrediten der Förderbank IFB. Der Verein hat es sich außerdem zur Aufgabe gemacht, migrantische Unternehmen als Ausbildungsbetriebe zu gewinnen. Viele der Publikationen der ASM erscheinen mehrsprachig oder in einfacher Sprache.

Ein Verein mit ähnlicher Ausrichtung ist Unternehmer ohne Grenzen. Er wurde von Unternehmer:innen unterschiedlicher Nationalitäten und Branchen als Plattform zum gegenseitigen Austausch gegründet und führt seit dem Jahr 2000 Projekte in den Bereichen Existenzgründung und Betriebsberatung sowie Qualifizierung, Bildung und Elternarbeit durch. Die Arbeit des Vereins konzentriert sich auf die Stärkung der lokalen Wirtschaft, die Förderung von Existenzgründungen, insbesondere von Personen mit Migrationshintergrund, sowie die Partizipation von Frauen am Wirtschaftsleben. Unternehmer ohne Grenzen arbeitet stark bezirksgebunden mit Büros in Altona, St. Pauli und Harburg und berät in mehreren Sprachen, darunter Türkisch, Arabisch und Ukrainisch.

© Sozialbehörde/Oliver Tjaden
© Sozialbehörde/Oliver Tjaden

IQ Netzwerk

Erwachsene mit Migrationsgeschichte, Zugewanderte und geflüchtete Menschen am Hamburger Arbeitsmarkt teilhaben lassen – das ist Ziel des IQ Netzwerks Hamburg. Unter dem Dach des bundesweiten Förderprogramms IQ – Integration durch Qualifizierung bietet das regionale Integrationsnetzwerk verschiedene Qualifizierungen, Schulungen und Beratungen für zugewanderte Fachkräfte und Unternehmen. Das in Kooperation mit der ASM durchgeführte Projekt „Anerkannt & Kompetent“ richtet sich an Menschen, deren Ausbildung nicht oder nur teilweise anerkannt wird. Die Informationen auf der Webseite sind ausschließlich auf Deutsch.

Die Hamburger ExistenzgründungsInitiative (hei.) unterstützt Gründer:innen auf ihrem Weg in die Selbstständigkeit. Das geschieht durch Beratungsgespräche und Netzwerktreffen wie "hei.frühstück" und "hei.gründerinnen" speziell für Entrepreneurinnen. Der Fokus liegt auf Solopreneur:innen. Teile der Webseite stehen auf Englisch zur Verfügung. Am 1. Januar 2026 hat die Johann Daniel Lawaetz-Stiftung die Trägerschaft von hei. übernommen, zu deren Angebot auch Workshops und Seminare zum Thema Gründen gehören.

© Startup Port
© Startup Port

Startup Port

Der Startup Port bündelt die Unterstützungsangebote von zehn Hochschulen und Forschungseinrichtungen aus der Metropolregion Hamburg für Studierende, Forschende und Absolvent:innen bei der Vorbereitung ihrer technologie- und wissensorientierten Existenzgründungen. Vermittelt wird das Wissen zu gründungsrelevanten Themen in Beratungsgesprächen und zahlreichen Events, die zum Teil auf Englisch stattfinden und sich somit explizit an ein internationales Publikum richten. Regelmäßig stattfindende Events zur Co-Founder-Suche sind zudem offen für alle, die gründen wollen, unabhängig von einer Hochschulzugehörigkeit.

Die Social Entrepreneurship City Hamburg hat es sich zum Ziel gesetzt, am Gemeinwohl orientiertes Unternehmertum zu stärken. Sie tut das durch Beratung, zum Beispiel über Förderprogramme, Wissensvermittlung und Vernetzung. Das Netzwerk reicht dabei weit über die Landesgrenzen hinaus, beispielsweise bis nach Ghana und Hongkong. Alle Inhalte der Webseite sind auch auf Englisch verfügbar.

Mit seinen Programmen StartHope@Home und Arrives richtet sich Social Impact Hamburg an Menschen mit Flucht- und Migrationsgeschichte, die in ihren ursprünglichen Heimatländern gründen wollen. Bundesweit gibt es das Programm RESTART for newcomers für eine Gründung in Deutschland.

Die Wirtschaftssenioren sind ein Verein ehemaliger Unternehmer:innen und Führungskräfte mit der Motivation, die Wirtschaft in der Region Hamburg zu stärken. Die Mitglieder verfügen über reichhaltige Erfahrung und ein großes Netzwerk und engagieren sich als Berater:innen und Mentor:innen. Die Webseite ist überwiegend auf Deutsch, englischsprachige Beratung wird aber angeboten.

© Christian Brandes/Mediaserver Hamburg
© Christian Brandes/Mediaserver Hamburg

Startup City Hamburg

Startup City Hamburg ist die zentrale Plattform für Startup-Gründungen in Hamburg. Wir bündeln alle wichtigen Infos und Services für Gründer:innen an einem Ort. Unsere Plattform ist auf Deutsch und Englisch verfügbar.

Erfahrene Startup-Guides begleiten euch bei der Gründung in Hamburg und unterstützen mit praxisnaher Gründungsberatung sowie individueller Unterstützung auf Deutsch, Englisch und Chinesisch. Als Netzwerk-Inhaber des Hamburger Startup-Ökosystems verbinden wir euch mit den richtigen Menschen und Organisationen – von Finanzierung über Branchenkontakte bis hin zu Hochschulen, Programmen und Verwaltungen. Gleichzeitig verstehen wir uns als Sprachrohr für eure Anliegen: Wenn ihr Herausforderungen habt, Orientierung benötigt oder bestimmte Bedarfe seht, könnt ihr euch jederzeit an uns wenden. Wir tragen eure Themen weiter und sorgen dafür, dass sie gehört werden.

Im Serviceteil unserer Website findet ihr zudem ausführliche Informationen für Entrepreneur:innen mit Migrationsgeschichte.


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Startup City Hamburg

Bei Startup City Hamburg findest du Hamburgs inspirierendes Startup-Ökosystem an einem Ort.


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