START Global ist ein Netzwerk für Studierende, das 1996 in St. Gallen gegründet wurde und mittlerweile an 22 Standorten in Europa und Lateinamerika agiert. Seit 2023 gibt es auch einen Ableger in Hamburg. Im Interview erklärt der Vorsitzende Ted Bischoff, wie es zu der Gründung gekommen ist und welche Ziele die Organisation hat. Der Beitrag ist Teil einer Serie über Startup-Communities in Hamburg.
Wie ist START Hamburg entstanden?
Ausgangspunkt war die Beobachtung, dass es in Hamburg keinen zentralen Ort gab, an dem unternehmerisch interessierte Studierende unkompliziert zusammenkommen, sich miteinander vernetzen, Ideen austauschen und gleichzeitig einen Zugang zum Hamburger Startup-Ökosystem finden konnten. Mit START Hamburg sollte genau diese Lücke geschlossen werden. Der Hamburger Standort wurde Teil von START Global und damit in ein internationales Netzwerk integriert. Dadurch soll nicht nur der Einstieg in das Hamburger Startup-Ökosystem erleichtert werden - Mitglieder erhalten gleichzeitig die Möglichkeit, Kontakte über Hamburg hinaus aufzubauen und Teil einer internationalen Entrepreneurship-Community zu werden.
Was sind die Ziele von START Hamburg?
Das zentrale Ziel von START Hamburg ist es, ein Netzwerk für unternehmerische Talente zu sein, die das Hamburger Startup-Ökosystem aktiv mitgestalten möchten. Dabei verfolgen wir einen bewusst offenen Ansatz. Wir möchten sowohl Studierende unterstützen, die selbst ein Startup gründen wollen und dafür Kontakte, Wissen und Zugang zum Ökosystem benötigen, als auch diejenigen, die sich auf andere Weise engagieren möchten. Auch wer sich beispielsweise über Events, Projekte, Marketing, Partnerschaften oder andere Aktivitäten einbringen und unternehmerische Erfahrungen sammeln möchte, findet bei START Hamburg einen Raum dafür.
Ein wichtiger Bestandteil ist dabei unser Self-Service-Ansatz. Mitglieder sollen nicht einfach an fertigen Angeboten teilnehmen, sondern möglichst schnell die Initiative ergreifen. START Hamburg ist deshalb bewusst immer selbst ein Stück weit ein Startup: ein Experimentierfeld, in dem Studierende eigene Ideen ausprobieren, Projekte umsetzen und praktische Erfahrungen sammeln können. Dabei geht es nicht nur um Entrepreneurship im klassischen Sinne. Die Mitglieder lernen auch, Verantwortung zu übernehmen, im Team zu arbeiten, Projekte zu organisieren, mit unterschiedlichen Stakeholdern umzugehen und Selbstvertrauen in der eigenen Arbeit zu entwickeln.
Gleichzeitig ist START Hamburg international ausgerichtet. Die gemeinsame Arbeitssprache Englisch schafft für internationale Studierende einen einfachen Zugang zur Community und bietet gleichzeitig allen Mitgliedern die Möglichkeit, ihre Englischkenntnisse in einem praktischen Umfeld weiterzuentwickeln.
Wie kann man Mitglied bei START Hamburg werden?
Die Aufnahme neuer Mitglieder findet zweimal im Jahr statt, jeweils passend zu den Startpunkten des Winter- und Sommersemesters. Für das Wintersemester beginnt die Bewerbungsphase üblicherweise im August oder September, sodass neue Mitglieder passend zum Semesterstart im Oktober starten können. Für das Sommersemester findet die Bewerbungs- und Onboarding-Phase in der Regel im März oder April statt. Die Community ist dabei bewusst hochschulübergreifend aufgebaut. In der Regel kommen unsere Mitglieder aus mindestens fünf bis sieben unterschiedlichen Universitäten und Hochschulen in Hamburg. START Hamburg ist also nicht an eine einzelne Hochschule gebunden, sondern versteht sich als stadtweites Netzwerk für unternehmerisch interessierte Studierende.