Mithilfe von künstlicher Intelligenz möchte das Hamburger Startup Qodia privatärztliche Abrechnungen vereinfachen und optimieren. Um sein Angebot weiter ausbauen zu können, hat es jetzt in einer Finanzierungsrunde 1,2 Millionen Euro erhalten.
Qodia sichert sich 1,2 Millionen Euro in Finanzierungsrunde
Qodia erhielt früh Förderungen aus Hamburg
Investor ist laut Qodia einer der markführenden Finanzdienstleister im Gesundheitswesen, der anonym bleiben möchte. Bereits 2025 hatte das Startup insgesamt 400.000 Euro eingesammelt. Eine wichtige Rolle spielte die Förderung durch das InnoFounder-Programm der IFB Innovationsstarter GmbH. Prägend war auch die Teilnahme am AI.STARTUP.HUB im Winter 2024/25. In diesem Zeitraum gegründet wurde das Unternehmen von Nicolas Riegger und Ole Reinpold, die für den geschäftlichen Teil zuständig sind, und Stephan Lenert und Lasse Reinpold, die sich um die Software- und KI-Entwicklung kümmern. Insgesamt besteht das Team aktuell aus 14 Personen.
Offiziell in den Markt gestartet ist Qodia Ende 2025. Zwei KI-Produkte sind momentan im Angebot: Eines dient der Rechnungsprüfung, das andere beantwortet Fragen zur Gebührenordnung für Ärzte (GOÄ). Sie werden mittlerweile von elf Großkunden genutzt, von denen allein in den Monaten Mai und Juni 2026 acht neu hinzugekommen sind. Ein drittes Produkt steckt noch in einer Pilotphase mit Testkunden und soll Ende 2026 fertiggestellt und veröffentlicht werden. Es bietet die KI-gestützte Auswertung von medizinischen Behandlungsakten und die automatische Erstellung von Rechnungen. Dieser Prozess ist bisher mit einem hohen Zeitaufwand verbunden und sehr fehleranfällig, da er auf einem komplexen Regelwerk basiert.