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Zum 20. Mal fand in diesem Jahr der Startup-Wettbewerb Gründergeist statt, der von den Wirtschaftsjunioren der Handelskammer Hamburg ausgerichtet wird. Schauplatz des Finales war wie schon 2025 das XPERION im MediaMarkt in der Mönckebergstraße. Gewonnen hat das Team von FiberGuard, die Plätze zwei und drei belegten exære und RYLEVÉ.

Gruppe von Preisträgern auf der Bühne vor BRL- und Hamburg Commercial Bank-Logos
Die Finalist:innen vom Gründergeist 2026 © Mathias Jäger/Hamburg Startups

Vier der besten aus über 90 Startups

Beworben hatten sich über 90 Startups. Einen der sieben Finalplätze ergattert zu haben war also schon großer Erfolg, unter anderem für re_source, eine Plattform für ebenso nachhaltige wie preisgünstige Verpackungen. Qualifiziert hatten sich auch Wysor mit einer KI-Lösung, bei der Datensicherheit besonders groß geschrieben wird, Universal Carbon mit einem Verfahren zur CO2-Abscheidung und Anori Tech, das die Erstellung von Batteriemanagementsystemen nach dem Baukastenprinzip beschleunigt und vereinfacht. Bei einem Pitch vor einer Fachjury, der bereits einige Tage zuvor unter Ausschluss der Öffentlichkeit stattgefunden hatte, hatten es diese vier Startups nicht ganz auf einen der ersten drei Plätze geschafft.

Zwei Frauen mit Glasauszeichnungen auf der Bühne bei Rvleve-Firmenveranstaltung
Dr Yen Dieu Pham und Zhe Jun Yao von RYLEVÉ © Mathias Jäger/Hamburg Startups

RYLEVÉ erleichtert die Arbeit in der Plege

Das Juryergebnis wurde allerdings erst im Anschluss an den Pitch vor Publikum bekanntgegeben. Demnach konnte sich RYLEVÉ den dritten Platz und damit 2.000 Euro sichern. Der Name leitet sich ab von dem Begriff Relevé, der eine Tanzbewegung im Ballett beschreibt. Das Startup entwickelt spezielle Berufsbekleidung, die die Muskulatur von Pflegepersonal unterstützt und somit unter anderen Rückenschmerzen verhindert. Der Fachbegriff dafür ist Exowear, die leichtere Variante eines Exoskeletts.

Lächelnder Redner mit Mikrofon und Namensschild bei einem Vortrag auf der Bühne
Jan Dethloff, CTO von exære © Mathias Jäger/Hamburg Startups

exære recycelt kritische Metalle

Platz zwei, verbunden mit 3.000 Euro, ging an exære, das ein riesiges und bisher ungenutztes Potenzial heben möchte. Kritische Metalle, bei denen eine große Importabhängigkeit besteht und zu denen beispielsweise seltene Erden aus China gehören, lassen sich bisher nicht recyceln. exære hat nun eine Technologie entwickelt, die genau das ermöglicht und damit Elektroschrott zu einer wertvollen Rohstoffquelle macht. Das biochemische Verfahren wird gerade zum Patent angemeldet.

Fünf junge Frauen auf Bühne, mittlere Person hält Trophäe, blaue Präsentationswand im Hintergrund
Das Team von FiberGuard: Hannah Koeth, Jill Gern, Sophia Lorenz, Hanne Willner und Nooshin Pourkamali © Mathias Jäger/Hamburg Startups

FiberGuard erkennt fühzeitig Schäden an Brücken

Auffallend an diesem Abend war die Dominanz der Gründerinnen. Bei vier von sieben Pitches standen Frauen auf der Bühne, bei exære übernimmt normalerweise Yelda Nur Demirdöğen die öffentlichen Auftritte. Und das Team von FiberGuard ging gleich mit fünf weiblichen Mitgliedern an den Start. Gründerin Sophia Lorenz stellte eine Technologie vor, die mittels optischer Fasern eine kontinuierliche Inspektion von kritischer Infrastruktur ermöglicht. Selbst kleinste Veränderung lassen sich beispielsweise bei Brücken feststellen, was rechtzeitige Reparaturen ermöglicht und damit höhere Kosten oder gar bedrohliche Schäden verhindert. Dafür gab es Platz eins, dotiert mit 10.000 Euro.


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Autor

Startup City Hamburg

Startup City Hamburg ist die zentrale Anlaufstelle für Hamburgs Startup-Ökosystem: Wir berichten über News und Events, Gründer:innen und Erfolgsgeschichten der Szene, ordnen aktuelle Entwicklungen ein und behalten Fördermöglichkeiten im Blick. Mit persönlicher Beratung durch unsere Startup-Guides und einem Netzwerk aus Gründer:innen, Investor:innen und Institutionen geben wir Gründungsinteressierten und Foundern einen Überblick über die Szene.

Startup City Hamburg ist Teil der IFB Innovationsstarter GmbH und wird von der Freien und Hansestadt Hamburg über die Behörde für Wirtschaft, Arbeit und Innovation (BWAI) gefördert.


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