DivTax sichert sich 1 Million Euro in Finanzierungsrunde
Wer in ausländische Aktien investiert und dafür Dividenden erhält, muss zunächst Quellensteuer zahlen, die sich zumindest teilweise nachher wieder rückerstatten lässt. Ein umständlicher Prozess, den das Startup DivTax über eine Plattform vereinfacht. Dafür hat es jetzt in einer Finanzierungsrunde 1 Million Euro erhalten.
DivTax übernimmt den Rückerstattungsprozess
An der Runde beteiligt sind Angel Invest, CapCircle, Superangels, der COO ING Deutschland Dr. Ralph Müller und Max Linden, Gründer von lemon.markets. Hinzu kommen branchenaffine Business Angels wie Christian Stiebner und Matthias Goegele. Müller und Stiebner hatten bereits Ende 2024 insgesamt 330.000 Euro in DivTax investiert. 2023 gab es zudem eine Förderung durch das InnoFinTech-Programm der IFB Innovationsstarter GmbH. Gegründet wurde das Startup von Nicolas Oldag und Julius und Linus Holzer. Die Idee entstand in Lissabon, wo sich Nicolas und Julius im Rahmen einer Masterarbeit mit der Rückerstattung der Quellensteuer auf internationale Kapitalerträge beschäftigten. Häufig liegen die Beträge über den für Deutschland vorgesehenen 15 Prozent.
Um sich die zu viel gezahlten Beträge zurückzuholen, müssen sich Anleger:innen normalerweise an die zuständigen ausländischen Finanzämter wenden. Ein Aufwand, vor dem viele zurückschrecken, weshalb in der Summe geschätzt Jahr für Jahr über 1 Milliarde Euro an Dividenden verloren gehen. Über die Plattform von DivTax lässt sich nun in minutenschnelle und bis zu fünf Jahre rückwirkend prüfen, was an Rückerstattung möglich ist. Auch der gesamte Beantragungsprozess lässt sich mit minimalem Aufwand online abwickeln. Das Angebot richtet sich an Privatkund:innen und inzwischen auch an institutionelle Anleger. Ein Geschäftsbereich, der mit dem frischen Geld noch ausgeweitet werden soll.