Im Juli 2026 haben es gleich acht Startups in die Förderprogramme von der IFB Innovationsstarter GmbH geschafft: 10x Autonomy, Anori Tech, mAI, Nebenkostenprofi, re_source, Alles In Ordnung, Hamburg SOZIAL und ONperiod.
10x Autonomy
Ein Neuzugang im InnoRampUp-Programm ist das Startup 10x Autonomy. Fahrerassistenzsysteme (ADAS), die unter anderem zu mehr Sicherheit im Straßenverkehr führen, gibt es schon eine Weile, autonomes Fahren wird immer mehr zum Thema. In beiden Fällen besteht die Herausforderung darin, sehr große Datenmengen schnell und präzise zu analysieren. 10x Autonomy nutzt künstliche Intelligenz, um die Entwicklung zuverlässiger autonomer Systeme zu beschleunigen und dabei kostengünstiger zu gestalten. Und das – der Name sagt es schon – idealerweise um den Faktor 10.
Anori Tech
Wesentlicher Bestandteil einer jeder modernen wiederaufladbaren Batterie ist das Batteriemanagementsystem (BMS), das als zentrale Steuereinheit fungiert. Mit der wachsenden Zahl unterschiedlicher Batterien wächst auch die Komplexität der erforderlichen BMS, was immer häufiger zu erheblichen Verzögerungen bei der Entwicklung hin zur Marktreife führt. Das ebenfalls InnoRampUp-geförderte Startup Anori Tech hat ein modulares System geschaffen, das den Prozess deutlich vereinfacht und verkürzt. Das Versprechen lautet sogar, eine Lösung innerhalb von Tagen, nicht Jahren zu liefern.
mAI
Der Name des Startups mAI steht für modulare adaptive Intelligenz und natürlich auch für künstliche Intelligenz. Die wird immer häufiger für die Programmierung von Software eingesetzt, arbeitet aber oft unzuverlässig und unsauber. Entwickler:innen müssen daher alle Ergebnisse überprüfen und gegebenenfalls zeitaufwendig nachbessern. Eine vom mAI-Team auf Basis zweijähriger Grundlagenforschung entwickelte Lösung namens Application Programming Application (APA) soll für mehr Sicherheit sorgen, indem sie KI-Agenten bei ihrer Arbeit überwacht. Mit der Idee sicherte sich auch dieses Startup einen Platz im InnoRampUp-Programm.
Nebenkostenprofi
Zweifel an der Richtigkeit ihrer Nebenkostenabrechnung haben wohl schon viele Mieter:innen gehabt. Die Zweifel sind berechtigt, denn eine große Zahl davon ist tatsächlich fehlerhaft. Für Unternehmen können dadurch schnell erhebliche vermeidbare Kosten entstehen. Ihnen kann das neu ins InnoFounder-Programm aufgenommene Startup LRH Software helfen. Unter dem Markennamen Nebenkostenprofi überprüft es mithilfe von KI die Abrechnungen, erkennt Unstimmigkeiten und Einsparpotenziale und kümmert sich im Ernstfall um die rechtlichen Schritte.
re_source
Ab dem 12. August 2026 gilt EU-weit eine neue Verordnung, die Unternehmen dazu verpflichtet, bei Verpackungen stärker auf Nachhaltigkeit und Recylefähigkeit zu achten. Das spielt dem Startup re_source in die Karten, das eine KI-gestützte Plattform aufgebaut hat, die Unternehmen die Suche nach der optimalen Verpackungslösung erleichtert. Dazu dient die Verknüpfung interner Daten mit externen Informationen zu Materialien, Anbietern und Regularien. Die Aufnahme in das InnoFounder-Programm soll die Entwicklung der Plattform weiter vorantreiben.
Alles In Ordnung
Wie sieht die Welt aus der Sicht von Menschen aus, die auf einen Rollstuhl angewiesen sind? Eine praktische Antwort liefert das Social Startup Alles In Ordnung. Jeden Samstag lädt es in seinen Space in der Hamburger Rathausstraße ein, um sich auszutauschen und einmal Platz in einem Rollstuhl zu nehmen. Ein Parcours macht den Perspektivwechsel unmittelbar erlebbar und zeigt, welche Barrieren noch vorhanden sind. Die Förderung durch das InnoImpact-Programm soll es Alles In Ordnung ermöglichen, seine Initiative als Weiterbildungsformat in Unternehmen zu bringen.
Hamburg SOZIAL
Mit einem Durchschnittseinkommen bezahlbarer Wohnraum ist mittlerweile eine Rarität in Städten wie Hamburg. Hamburg SOZIAL ist eine gemeinnützige Wohnungsgesellschaft, die es sich zur Aufgabe gemacht hat, dieses Problem zu lösen, indem sie öffentliche Fördermittel mit Eigenkapital von privaten und institutionellen Partnern zusammenbringt. Damit sollen Bauvorhaben vorangetrieben werden, die vor allem jungen Menschen und Familien eine Alternative zum überteuerten Immobilienmarkt bietet. Gefördert werden sie ebenfalls durch das InnoImpact-Programm.
ONperiod
Der dritte InnoImpact-Neuzugang ist ONperiod. Die Gründerinnen dieses gemeinnützigen Startups wollen über Spenden dafür sorgen, dass kostenlose Periodenprodukte auf Toiletten in Unternehmen und öffentlichen Einrichtungen so selbstverständlich werden, wie Seife und Toilettenpapier. Außerdem möchten sie mit einem Aufklärungsprogramm an Schulen das Thema Menstruation aus der Tabuzone holen. Ein weiteres Ziel ist die Bekämpfung der Periodenarmut, denn eine angemessene Menstruationshygiene scheitert nicht nur in armen Ländern oft an begrenzten finanziellen Mitteln.