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Am 27. August findet die dritte Zebra Investment Night statt, die lukrativste Pitch-Veranstaltung in Hamburg. Durchgeführt wird sie vom Impact Hub Hamburg. Dessen Geschäftsführerin Birte Prinzhorn spricht beschreibt im Interview, was das Event so besonders macht, und gibt Tipps, wie Impact Startups auch in herausfordernden Zeiten erfolgreich sein können.

Bei der zweiten Zebra Investment Night im November 2025 © Impact Hub Hamburg
Bei der zweiten Zebra Investment Night im November 2025 © Impact Hub Hamburg

Was ist das Besondere an der Zebra Investment Night und welche Erfolge konntet ihr bereits erzielen?

Das Besondere an unserer Zebra Investment Night ist, dass hier nicht nur über Finanzierung gesprochen, sondern live investiert wird. Ausgewählte Impact Startups pitchen auf der Bühne vor einem hochkarätigen, exklusiven Publikum, und Business Angels haben bereits im Vorfeld zugesagt, Tickets zu vergeben. Das schafft eine besondere Dynamik und motiviert auch die Menschen im Raum, aktiv zu werden. Gleichzeitig machen wir sichtbar, dass Impact und Profit zusammengehören. Die Startups auf unserer Bühne entwickeln Lösungen für gesellschaftliche und ökologische Herausforderungen und sind zugleich spannende Investment Cases. Damit möchten wir das noch verbreitete Vorurteil auflösen, Impact Investing sei vor allem Philanthropie.

Für die Gründer:innen ist das Format besonders wertvoll: Acht Startups treffen auf mehr als 80 Investor:innen, Business Angels, Family Offices, Fonds und Unternehmer:innen. So entstehen nicht nur direkte Investments, sondern auch wichtige Folgegespräche und langfristige Kontakte. Die beiden Zebra Investment Nights im vergangenen Jahr haben einschließlich der Folgeinvestments bereits rund 1,3 Millionen Euro in Impact Startups mobilisiert. Das zeigt, welches Potenzial in diesem Format und in der Szene steckt.

Gerade für Impact Startups ist es eine große Herausforderung, an eine Finanzierung zu kommen. Was müssen Gründer:innen tun, um geeignete Investor:innen zu finden?

Im Kern gilt für Impact Startups das Gleiche wie für andere Gründungen: Ein starkes Netzwerk ist entscheidend. Gründer:innen sollten gezielt Gelegenheiten nutzen, um relevante Menschen kennenzulernen, Beziehungen aufzubauen und sich mit Investor:innen, Unternehmen und anderen Gründer:innen auszutauschen. Nicht zuletzt bieten wir deshalb bei uns eine Impact Community an. Wenn es dann zum Gespräch kommt, müssen Gründer:innen sowohl persönlich als auch mit ihrem Geschäftsmodell überzeugen. Entscheidend ist, klar darzulegen, welches Problem sie lösen, warum ihre Lösung skalierbar ist und wie daraus ein wirtschaftlich tragfähiges Unternehmen entsteht. Gerade im Impact-Bereich ist das besonders wichtig, weil noch immer die Annahme besteht, dass gesellschaftliche Wirkung und Rendite nicht zusammenpassen. Dabei sehen wir viele sehr überzeugende Investment Cases. Nicht jedes Impact Startup muss ein klassischer VC-Case sein. Je nach Geschäftsmodell können auch andere Risikoprofile und Finanzierungswege sinnvoll sein. Wichtig ist, dass Gründer:innen den eigenen Impact nicht als Zusatz, sondern als integralen Teil eines belastbaren Geschäftsmodells vermitteln.

Lächelnde Frau mit Pferdeschwanz auf beigem Sofa, trägt schwarzes T-Shirt mit '105/VIERTEL'-Aufdruck
Birte Prinzhorn, Geschäftsführerin vom Impact Hub Hamburg © Cara Funk

Wie beurteilst du in der aktuellen, wirtschaftlich schwierigen Situation die Erfolgschancen von Impact Startups und welche Tipps hast du, um diese Chancen zu verbessern?

Die Finanzierungslage ist aktuell für alle Startups anspruchsvoll, unabhängig davon, ob sie im Impact-Bereich aktiv sind oder nicht. Gleichzeitig lösen Impact Startups oft sehr konkrete und drängende Herausforderungen. Gerade deshalb sehen wir weiterhin gute Chancen für Teams, die ein relevantes Problem lösen, ein überzeugendes Geschäftsmodell haben und ihren Weg zur Skalierung klar beschreiben können. Für Wachstum brauchen Startups im Wesentlichen zwei Dinge: Kund:innen und Kapital. Bei der Zebra Investment Night steht zwar die Finanzierung im Mittelpunkt, doch die Begegnungen können ebenso zu Kooperationen, Pilotprojekten oder neuen Kund:innen führen und damit zu wichtigen Umsätzen. Deshalb unterstützen wir Impact Startups bei uns auch gezielt dabei, ihre Sales-Kompetenzen weiterzuentwickeln.

Mein wichtigster Rat ist: Netzwerke aktiv nutzen und immer wieder die richtigen Verbindungen schaffen. Wer sichtbar ist, gut vorbereitet in Gespräche geht und den wirtschaftlichen Nutzen genauso klar kommuniziert wie die Wirkung, erhöht die Chancen erheblich. Gerade in herausfordernden Zeiten sind starke Beziehungen, erste zahlende Kund:innen und ein fokussierter Vertrieb oft der beste Beweis dafür, dass ein Geschäftsmodell funktioniert.


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Autor

Startup City Hamburg

Startup City Hamburg ist die zentrale Anlaufstelle für Hamburgs Startup-Ökosystem: Wir berichten über News und Events, Gründer:innen und Erfolgsgeschichten der Szene, ordnen aktuelle Entwicklungen ein und behalten Fördermöglichkeiten im Blick. Mit persönlicher Beratung durch unsere Startup-Guides und einem Netzwerk aus Gründer:innen, Investor:innen und Institutionen geben wir Gründungsinteressierten und Foundern einen Überblick über die Szene.

Startup City Hamburg ist Teil der IFB Innovationsstarter GmbH und wird von der Freien und Hansestadt Hamburg über die Behörde für Wirtschaft, Arbeit und Innovation (BWAI) gefördert.


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