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Der Fall Collien Fernandes hat viele Menschen bewegt und empört und ins Bewusstsein gebracht, wie häufig Frauen psychischer und physischer Gewalt ausgesetzt sind. Oft fehlen zudem Hilfs- und Beratungsangebote für Betroffene. Die Hamburger Startups myProtectify, mutiva und saferspaces versuchen diese Lücken zu schließen.

© Armin Oehmke: das Team von myProtectify: Benedikt Görges, Ronja Zimmermann, Sogol Kordi und Ann Rheinheimer
© Armin Oehmke: das Team von myProtectify: Benedikt Görges, Ronja Zimmermann, Sogol Kordi und Ann Rheinheimer

myProtectify

Sogol Kordi, die Gründerin von myProtectify, hat selbst jahrelang in einer Gewaltbeziehung gelebt. Sie weiß daher genau, wie schwer es ist, sich aus einer zerstörerischen Abhängigkeit zu befreien und die dafür notwendige Unterstützung zu erhalten. Ihr Startup hat für diesen Zweck den Chatbot Maya entwickelt, die als erste Ansprechpartnerin rund um die Uhr zur Verfügung steht und über Hilfsangebote informiert. Die Anwendung ist selbstverständlich kostenlos und auf maximale Diskretion und Sicherheit ausgerichtet. Um das Bewusstsein für das Thema häusliche Gewalt weiter zu schärfen, veranstaltet myProtectify Workshops in Unternehmen.

© Claudia Höhne: das Team von mutiva
© Claudia Höhne: das Team von mutiva

mutiva

Das Startup mutiva nimmt sich eines Themas an, dessen Tragweite häufig unterschätzt wird: psychische Gewalt. Die hinterlässt zwar keine blauen Flecken, kann aber die Lebensqualität von Betroffenen erheblich und langanhaltend beeinträchtigen. mutiva bietet einen Selbst-Check an, der bei der Einordnung der eigenen Erfahrungen hilft, und das Online-Programm RE:START, das bei einem Neuanfang für ein selbstbestimmtes und erfülltes Leben hilft. Das nächste viermonatige Programm startet am 2. April, der Preis richtet sich nach den finanziellen Möglichkeiten der Teilnehmerinnen.

© saferspaces
© saferspaces

saferspaces

Während sich myProtectify und mutiva an die Opfer von häuslicher Gewalt im privaten Umfeld richten, will saferspaces dafür sorgen, dass es zu Gewalt im öffentlichen Raum gar nicht erst kommt. Kunden sind Veranstalter und Veranstaltungsorte wie die Barclays Arena und das OMR Festival. Sie hängen bei ihren Events Plakate mit einem QR-Code aus, über die sich in bedrohlichen Situationen wie sexuellen Übergriffen schnell und ohne Registrierung oder Herunterladen einer App Hilfe rufen lässt. Die Protokollierung und Analyse aller anonymisierten Daten ermöglichten zudem die Ergreifung präventiver Maßnahmen, damit es zu solchen Übergriffen gar nicht erst kommt.


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Startup City Hamburg

Bei Startup City Hamburg findest du Hamburgs inspirierendes Startup-Ökosystem an einem Ort.


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